Waldpflege im Stadtwald Eppstein - Erhalt, Sicherheit und Schutz für kommende Generationen


Der Spätsommer bietet vielerorts günstige Bedingungen für die hochmechanisierte Pflege junger Waldbestände. Mit modernen Forstmaschinen können notwendige Durchforstungs- und Pflegemaßnahmen effizient, bestandsschonend und arbeitssicher durchgeführt werden. Ziel dieser Eingriffe ist es die Entwicklung klimastabiler, vitaler und leistungsfähiger Wälder zu fördern.

In jungen Beständen konkurrieren zahlreiche Bäume um Licht, Wasser und Nährstoffe. Durch eine gezielte Entnahme weniger geeigneter oder bedrängender Bäume erhalten Zukunftsbäume mehr Raum für ihr Wachstum. Dadurch steigen Stabilität, Vitalität und Anpassungsfähigkeit des verbleibenden Bestandes gegenüber Trockenheit, Sturm oder Schadinsekten.

Moderne Erntetechnik mit breiten Reifen, ggfs. Bändern und konsequenter Befahrung ausschließlich auf festgelegten Rückegassen hilft, Bodenverdichtungen zu minimieren und den Waldboden auf der übrigen Fläche langfristig zu schützen. Der Spätsommer bietet dabei häufig tragfähige Bodenverhältnisse, die das Einsinken des Fahrwerks minimieren und ermöglicht einen bestandsschonenden Arbeitsablauf.

NUTZUNG
Die bei der Waldpflege anfallende schwächere Holzsortimente sind ein wichtiger Bestandteil der nachhaltigen Holznutzung. Sie werden unter anderem für Holzwerkstoffe, Zellstoffe und Papierprodukte genutzt.

Das anfallende Nadelholz (Lärche/Douglasie) ist ein wichtiger Rohstoff für Bauhölzer die aufgrund ihrer guten Witterungsbeständigkeit im Außenbereich z.B. für den Terrassenbau zum Einsatz kommen.

Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung verbindet die Kohlenstoffspeicherung im Ward mit der Speicherung in Holzprodukten. Wächst ein gepflegter Bestand vital weiter, bindet er kontinuierlich neues Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Gleichzeitig bleibt der im geernteten Holz enthaltene Kohlenstoff in Produkten gespeichert, solange diese genutzt werden. Werden lokale Holzprodukte anstelle energie- und transportintensiver Materialien eingesetzt, können zusätzlich Treibhausgasemissionen vermieden werden.

SICHERHEIT
Um die Sicherheit der Waldbesucherinnen und Waldbesucher zu gewährleisten ist es unbedingt notwendig die betroffenen Gebiete während der Holzfällarbeiten zu sperren. Dabei werden die Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten ­gesperrt werden nur die Bereiche, in denen tatsächlich gearbeitet wird. Wir möchten alle Besucherinnen und Besucher daher im eigenen Interesse darum bitten die Absperrungen zu respektieren und sich nicht unnötig selbst in Lebensgefahr zu begeben.

Mit Fragen wenden Sie sich bitte an das Forstamt Königstein: 06174 9286-0