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Beim Stromnetzausbauvorhaben Ultranet geht es um die Schaffung einer kombinierten Trasse für Gleichstrom und Wechselstrom, die überirdisch auf den bereits vorhandenen Strommasten geführt werden soll. Beim Stromnetzausbauvorhaben Rhein-Main-Link geht es um unterirdisch verlaufende Höchstspannungsleitungen in einer Breite von rund 50 Metern. In beiden Fällen ist die Vorhabenträgerin die Amprion GmbH. Die Bundesnetzagentur ist die Behörde auf Bundesebene, die die Verfahrensgrundsätze festlegt und die Entscheidungen trifft. Die Stadt Eppstein wird in der anstehenden Sitzungsrunde der Ortsbeiräte und im am 16. Juni um 19:30 Uhr im Rathaus I in Vockenhausen tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt über die aktuellen Sachstände zu diesen Vorhaben des Bundes berichten.
Ultranet wird umgesetzt, trotz anhängiger Klage
Die Stadt Eppstein hat das Verfahren rund um das Stromnetzausbauvorhaben Ultranet seit über 15 Jahren kritisch, aber auch konstruktiv unter Einbringung mehrerer Trassenvarianten und kleinräumiger Verschwenkungen, begleitet. Im Ergebnis entschied sich die Bundesnetzagentur sämtliche Anträge der Stadt Eppstein abzulehnen und der von der Vorhabenträgerin Amprion favorisierten Trassenplanung den Vorzug zu geben. Hierzu liegt ein Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2025 vor. Demnach soll Ultranet auf der Bestandstrasse umgesetzt werden. Die Stadtverordnetenversammlung hatte entschieden, den Verein Umweltschutz Taunus e.V. bei deren Vorhaben, rechtlich gegen den Planfeststellungsbeschluss vorzugehen, finanziell zu unterstützen. Weitere Kommunen und mehrere Landkreise unterstützen dieses Anliegen ebenso. Die Klage ist form- und fristgerecht eingereicht worden, hat aber keine aufschiebende Wirkung. Die Umsetzung des Planfeststellungsbeschlusses hat begonnen.
Rhein-Main-Link im Konflikt mit zukünftigem Gewerbegebiet
In Planung ist, dass das unterirdisch in einer Breite von knapp 50 Metern verlaufende Stromnetzausbauvorhaben Rhein-Main-Link durch das Stadtgebiet geführt werden soll. Für dieses Projekt wurde durch die Bundesnetzagentur ein rund 250 Meter breiter Planungskorridor gesichert, der von Wildsachsen aus kommend vor allem durch die Gemarkungen von Bremthal und Niederjosbach verläuft, in Teilen auch über Ehlhaltener Gemarkung. Im Rahmen des von der Firma Amprion, der künftigen Betreiberin der Leitung, organisierten Bürger-Informations-Marktes am 05.03.2026 wurde dieser Planungsstand öffentlich vorgestellt. Eine Kollision ist im Zusammenhang mit dem zum Regionalen Flächennutzungsplan angemeldeten Flächen für ein neues Gewerbegebiet in Bremthal auszumachen. Hierzu laufen vielfältige Gespräche. Dass es hier zu Konflikten kommen könnte, wurde diesseitig früh erkannt und es hatte mehrere Gespräche und Schriftsätze gegeben.