Stellungnahme der Stadt Eppstein zum Gespräch mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 16. Juni 2026


An der Sitzung des Ausschusses am 16.06.2026 nahm der Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Verkehrs- und Mobilitätsplanung des RMV, Herr Thomas Busch, teil. Die Stadt Eppstein bedankt sich für die Aussprachemöglichkeit.

Die Stadt Eppstein verfolgt die anhaltenden Zugausfälle, Verspätungen und Einschränkungen auf der Schnellbahn-Linie S2 weiterhin mit großer Sorge. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sind täglich auf eine zuverlässige Schienenanbindung angewiesen, um ihre Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen, Arzttermine und weitere wichtige Ziele im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus zu erreichen.

Die wiederkehrenden Störungen führen zu erheblichen Belastungen für Pendlerinnen und Pendler sowie für Familien, Schülerinnen und Schüler und Unternehmen. Insbesondere die mangelnde Verlässlichkeit der Verbindungen erschwert die Planung des Alltags und beeinträchtigt die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs. Gleichzeitig stehen die aktuellen Probleme im Widerspruch zu den gemeinsamen Zielen von Bund, Land und Kommunen, mehr Menschen für den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel zu gewinnen.

Nach Angaben des RMV sind umfangreiche Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen einer der Hauptgründe für Ausfälle und Verspätungen im S-Bahn-Netz. Die Linie S2 ist dabei regelmäßig von Teilausfällen, Schienenersatzverkehr sowie betrieblichen Einschränkungen betroffen. Die Stadt Eppstein erkennt ausdrücklich an, dass Investitionen in die Schieneninfrastruktur notwendig sind, um die langfristige Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Netzes zu gewährleisten. Dennoch erwarten wir von den verantwortlichen Akteuren eine deutlich bessere Abstimmung der Maßnahmen sowie eine frühzeitige, transparente und verlässliche Fahrgastinformation.

 

Die Stadt Eppstein fordert daher:

  • eine spürbare Verbesserung der Betriebsstabilität auf der Linie S2,
  • eine enge Abstimmung zwischen Bahn, RMV und Kommunen, um die Auswirkungen von Baumaßnahmen möglichst gering zu halten sowie eine frühzeitige und verständliche Kommunikation und Information bei geplanten Baustellen und kurzfristigen Störungen und
  • einen Halt der Regionalbahn bei Störungen im S-Bahn-Netz.

 

Die Stadt Eppstein wird die Interessen ihrer Einwohnerinnen und Einwohner weiterhin vertreten und sich für eine zuverlässige Anbindung im S-Bahn-Verkehr einsetzen. Ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr ist eine zentrale Voraussetzung für die Mobilität im Taunus und im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

 

Deshalb werden die Forderungen aufgrund der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung am 19.09.2024 wiederholt und erneuert. Bereits seinerzeit wurde gefordert, den Ausfall von S-Bahnverbindungen nach Eppstein zu reduzieren und dabei folgende Aspekte zu beachten:

 

  1. Es ist sicherzustellen, dass auch bei hohen Verspätungen die S-Bahn nur dann bereits in Hofheim wendet, wenn eine Ersatzbedienung von Lorsbach und den Eppsteiner Haltestellen sichergestellt wird, z.B. durch einen außerplanmäßigen Halt der Regionalbahn oder einen Ersatzzug ab Hofheim, der dort als Einsatzreserve zur Verfügung steht. Eine frühzeitige Information der Reisenden ist dabei zu beachten.
  2. Wenn kein kurzfristiger Ersatz realisiert werden kann, ist die S-Bahn bis nach Eppstein weiterzuführen, um dort zu wenden.
  3. Fallen mehrere S-Bahnen hintereinander aus, was eine Anbindungslücke von mehr als 60 Minuten von und nach Eppstein zur Folge hat, so hat die RB22 außerplanmäßig alle Unterwegsstationen zu bedienen, um Eppstein, Bremthal und Niederjosbach nicht für mehr als eine Stunde komplett vom Bahnverkehr abzuhängen.

 

Wir bekräftigen unsere Forderung nach einem regulären Halt der Regionalbahn in

Eppstein und bitten dies in die Fahrplanplanung aufzunehmen.