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Der Plan beschreibt die vorgesehenen Pflege-, Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen im Stadtwald und bildet die Grundlage für die Ansätze im Haushalt 2027. Die Stadtverordnetenversammlung befasst sich am Donnerstag, 17. September 2026, mit der Vorlage. Der Plan steht dort zur Beratung und Beschlussfassung auf der Tagesordnung. Der Eppsteiner Stadtwald soll auch unter den Bedingungen des Klimawandels mittelfristig klimastabil und zukunftsfähig bleiben. Für die 521,2 Hektar Wald im regelmäßigen Betrieb kalkuliert der Plan mit 227.800 Euro an Erträgen und 224.800 Euro an Aufwendungen. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 3.000 Euro. Einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung leistet die Förderung für Klimaangepasstes Waldmanagement in Höhe von 58.700 Euro. Dafür sind eine regelmäßige Pflege, die Förderung widerstandsfähiger Baumarten und eine nachhaltige Bewirtschaftung notwendig. Die bestehende Förderung hilft dabei, die Maßnahmen finanziell abzusichern. Für Verjüngung, Kultur- und Jungwuchspflege, Jungbestandspflege sowie Schutz gegen Wildschäden sind zusammen 38.660 Euro eingeplant. Vorgesehen sind unter anderem Nachbesserungen mit 300 Douglasien und 200 Traubeneichen, die Pflege junger Kulturen, Mischwuchsregulierung und Schutz vor Wildverbiss. Gleichzeitig wird der bei der Waldpflege anfallende Rohstoff Holz sinnvoll genutzt und vermarktet. Für 2027 ist ein Einschlag von insgesamt 2.230 Erntefestmetern vorgesehen. Davon entfallen 1.470 Erntefestmeter auf Pflegenutzungen und 760 Erntefestmeter auf die Hauptnutzung. 1.817 Erntefestmeter sind als verkaufsfähiges Holz eingeplant.
Weitere Schwerpunkte sind die Verkehrssicherung an Waldrändern und bewirtschafteten Flächen mit 27.000 Euro, die Unterhaltung der Waldwege mit 13.000 Euro sowie Erholungseinrichtungen und das Freiräumen von Wanderwegen mit 2.500 Euro. Für die Anlage und Pflege von Versickerungsmulden im Wald sind 3.000 Euro vorgesehen. Sie helfen dabei, Niederschlagswasser im Wald zurückzuhalten und den Abfluss bei Starkregen zu verzögern.
Ziel der Eppsteiner Waldbewirtschaftung ist ein verantwortungsvoller Ausgleich zwischen ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen. Dass trotz notwendiger Investitionen in den Waldumbau, die Verkehrssicherung an Waldrändern und die Umsetzung von Wasserrückhalte- und Naturschutzmaßnahmen am Ende ein kleiner Überschuss erzielt werden kann, zeigt, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung einen Beitrag zur Sicherung der vielfältigen Funktionen unserer Wälder leisten kann.