Erweiterung der Burgschule ist wichtiger Beitrag zur Sicherung und Attraktivierung des Bildungs- und Betreuungsangebotes in Eppstein


Für Familien ist die Qualität des schulischen Angebotes ebenso von Bedeutung wie die Verfügbarkeit verlässlicher Betreuungsmöglichkeiten,“ so Bürgermeister Alexander Simon. Mit der geplanten Erweiterung wird die Burgschule an die tatsächliche und absehbare Entwicklung der Schülerzahlen angepasst. Gleichzeitig wird der Schulstandort baulich und funktional für die kommenden Jahre und Jahrzehnte weiterentwickelt. Die Investition ist daher auch unter dem Gesichtspunkt der Stadtentwicklung von besonderer Bedeutung. Ein attraktiver Schulstandort unterstützt die Familienfreundlichkeit Eppsteins und trägt dazu bei, die Burgstadt als attraktiven Wohn- und Lebensstandort zu positionieren. Der Main-Taunus-Kreis möchte die Burgschule für rund 17,5 Mio. Euro erweitern und auch Veränderungen im Hauptgebäude vornehmen.

 

Der Kreistag des Main-Taunus-Kreises hatte entsprechende Haushaltsmittel für die Planung bereitgestellt und die Finanzierung des Neubaus in den Folgejahren vorgesehen. Der Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreises hat eine entsprechende Beschlussfassung hierzu getroffen, in den Fachausschüssen des Kreises wurde die Planung vorgestellt. Aus kommunaler Sicht ist insbesondere das Ziel unterstützenswert, durch die bauliche Erweiterung dauerhaft die räumlichen Voraussetzungen für eine durchgängige 4-Zügigkeit der Burgschule sowie für eine bedarfsgerechte Betreuung von 100 % der Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Der Erweiterungsbau stellt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und Attraktivierung des Bildungs- und Betreuungsangebotes in Eppstein dar, wodurch auch die Familienfreundlichkeit und Zukunftsfähigkeit der Burgstadt gestärkt wird.

 

Die Burgschule im Stadtteil Vockenhausen ist eine 3,5-zügige Grundschule und stellt einen zentralen Bestandteil der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur in Eppstein dar. Als eine von zwei Grundschulen im Stadtgebiet erfüllt sie eine wesentliche Funktion für die wohnortnahe schulische Versorgung der Kinder und Familien. In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an den Schulstandort erheblich verändert. Insbesondere die steigenden Schülerzahlen sowie der zunehmende Bedarf an verlässlichen Betreuungsangeboten führen zu einem wachsenden Raumbedarf. Gleichzeitig haben sich die pädagogischen Anforderungen an moderne Grundschulen weiterentwickelt. Unterricht, individuelle Förderung, Inklusion, Intensivförderung, Ganztagsbetreuung und gemeinschaftliche Lern- und Aufenthaltsangebote benötigen entsprechende räumliche Voraussetzungen. Die Betreuung der Schulkinder war bislang sowohl in einem Holzpavillon, seinerzeit von der Stadt Eppstein als Jugendraum errichtet, als auch in Klassenräumen der Burgschule sowie in eigenständigen Betreuungsräumen organisiert. Diese bisherige Lösung war geeignet, den bestehenden Bedarf zu decken, stellt jedoch angesichts der steigenden Schülerzahlen und der langfristigen Entwicklung keine ausreichende und nachhaltige Perspektive für die Zukunft dar.

 

Es zeichnete sich bereits in den letzten Jahren ein zusätzlicher räumlicher Bedarf ab, der mit den vorhandenen Gebäudestrukturen allein nicht dauerhaft abgedeckt werden kann. Der geplante Erweiterungsbau schafft die notwendigen zusätzlichen Kapazitäten und ermöglicht zugleich eine Neuordnung der schulischen Nutzungen. Ziel ist es, die Burgschule langfristig auf eine durchgängige 4-Zügigkeit auszurichten. Die Planung wurde auf Grundlage des festgestellten Raumbedarfs und in Abstimmung mit dem Amt für Schulen, Jugend und Kultur des Main-Taunus-Kreises entwickelt. Die Stadt Eppstein hat, unterstützt durch eine Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung, Grundstücksteile für das neue Schulgelände zur Verfügung gestellt. Der geplante Erweiterungsbau umfasst eine Hauptnutzfläche von rund 962 Quadratmeter. Die räumliche Organisation des Neubaus ermöglicht eine deutliche Verbesserung der schulischen und außerschulischen Nutzungsmöglichkeiten. Im Untergeschoss sind insbesondere eine Küche und ein Speisesaal vorgesehen. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss sollen Fach- und Betreuungsräume entstehen. Durch diese zusätzlichen Flächen wird die Grundlage dafür geschaffen, künftig eine 100-prozentige Betreuung der Betreuungskinder am Schulstandort zu ermöglichen. Damit kann die bisherige Betreuungssituation nachhaltig weiterentwickelt werden. Neben dem Neubau wird auch der bestehende Schulbau in die Gesamtentwicklung des Standortes einbezogen. Im Altbau sollen künftig insgesamt 16 Klassen- und Gruppenräume sowie eine größere Verwaltung zur Verfügung stehen. Damit werden die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um den Anforderungen eines modernen pädagogischen Schulkonzeptes besser gerecht zu werden. Die Erweiterung ist daher nicht lediglich als Schaffung zusätzlicher Klassenräume zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um eine umfassende Weiterentwicklung des Schulstandortes, bei der Unterricht, Betreuung, Verwaltung und weitere schulische Funktionen miteinander betrachtet werden. Die vorgesehene Kombination aus Küche, Speisesaal, Fachräumen und Betreuungsräumen ermöglicht ein ganzheitliches Angebot, das den unterschiedlichen Anforderungen des Schulalltags Rechnung trägt.