- Rathaus & Politik
- Leben in Eppstein
- Kultur & Tourismus
- Wirtschaft
Damit sind nach 17 Jahren die Haltestellen barrierefrei nutzbar, was gesetzlich vorgegeben ist. 34 Bushaltestellen werden dann umgerüstet sein. Nach dem Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ist für den Bereich der öffentlichen Personennahverkehre eine Barrierefreiheit herzustellen. Ziel des Gesetzes ist es, eine eventuell bestehende Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern sowie ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und ihnen eine durchweg selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Dabei wird ihren besonderen Bedürfnissen Rechnung getragen.
Die Barrierefreiheit an Bushaltestellen umfasst die Schaffung einer ausreichend breiten Wartefläche. In einigen Fällen wurde deshalb die Bushaltestelle in die Fahrbahn vorgezogen. Weiterhin sind Leitstreifen und 22 Zentimeter hohe Bordsteine zu errichten. Die Umgebung ist entsprechend anzupassen und höhenmäßig zu nivellieren. Diese Anhebung der Ein- und Ausstiegsbereiche ermöglicht ein ebenerdiges Ein- oder Austreten bzw. Ein- oder Ausfahren mit Hilfsmitteln. Vormals durch Absätze und Kanten bestehende Hinderungen oder Erschwernisse werden hierdurch beseitigt. Im Nahbereich der Bushaltestellen kommt es sodann zum Bau von Überquerungshilfen. Die Bordsteine werden dort auf das Niveau der Fahrbahn abgesenkt, um hier eine Überquerung mit Hilfsmitteln zu erleichtern.
Bushaltestellenausbauten in Kombination mit Straßenbaumaßnahmen
Im Zusammenhang mit der Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs in Niederjosbach ab 2009 und der Sanierung der Bahnstraße kam es hier bereits zur Errichtung von vier barrierefreien Haltestellen. Zudem wurden die beiden Haltestellen an der Comeniusschule durch den Main-Taunus-Kreis barrierefrei umgebaut. Im Rahmen der Sanierung der Hauptstraße in Vockenhausen wurden die dort vorhandenen sechs Haltestellen im Jahr 2014 entsprechend umgebaut. Im Rahmen der Umgestaltung des Stadtbahnhofes Eppstein wurde die dortige Haltestelle im Jahr 2015 barrierefrei neu errichtet. Im Zusammenhang mit der Erschließung des Gewerbe- und Industriebgebietes Eppstein West in Bremthal kam es dort zum Bau von zwei neuen barrierefreien Haltestellen. Im Jahr 2020 kam es zur Neuerrichtung einer Bushaltestelle an der B 455 in Höhe des Gewerbe- und Industriegebietes Eppstein West im Stadtteil Bremthal im Zusammenhang mit einer Straßenbaumaßnahme in diesem Gebiet. 2021 erfolgte der Ausbau der Niederjosbacher Straße in Bremthal und hier wurden zwei Haltestellen barrierefrei errichtet, teilweise an neuer Örtlichkeit. 18 Bushaltestellen sind so im Zusammenhang mit Sanierungs- oder Erschließungsarbeiten barrierefrei ausgebaut worden.
Eigenständige Bushaltestellenausbauten
Seit dem Jahr 2017 werden die im Stadtgebiet vorhandenen Bushaltestellen auch eigenständig, also ohne eine Straßensanierungs- oder Erschließungsmaßnahme, barrierefrei geplant und umgebaut. 2017 wurden zwei Bushaltstellen in der Königsteiner Straße in Ehlhalten und eine in der Lorsbacher Straße in Eppstein barrierefrei ausgebaut. 2018 erfolgte im Stadtteil Bremthal der barrierefreie Ausbau von zwei Haltestellen im Hessenring, einer Haltestelle in der Freiherr-vom-Stein-Straße und zwei Haltestellen in der Wilhelm-Reuter-Straße (Waldallee). Im Jahr 2020 wurden zwei Haltestellen im Valterweg und eine Haltestelle in der Waldallee barrierefrei ausgebaut. Im Jahr 2022 wurden die Bushaltestelle Freiherr-vom Stein-Straße Nord und die Bushaltestelle „Am Eibenhang“ in der unteren Waldallee in Bremthal umgebaut. Im Jahr 2024 wurden zwei Bushaltestellen in der Straße Zeilring in Niederjosbach umgebaut. Es wurden 15 Haltestellen eigenständig ausgebaut.
Letzte Haltestelle wird im Sommer umgerüstet
In der Umsetzungsphase befindet sich der Umbau der Haltestelle an der B 455 in Höhe der Fischbacher Straße in Eppstein. Dieser Umbau erfolgt in Zusammenhang mit der vom Landesstraßenbauträger HessenMobil durchzuführenden Sanierung der Straße.
Für eine Bushaltestelle wurde unter Beteiligung der politischen Gremien entschieden, diese nicht barrierefrei auszubauen sind (Waldallee Höhe Eibenhang vom Bahnhof Bremthal aus kommend). Die Bushaltestelle am Schulzentrum Vockenhausen gilt es ebenfalls noch umzubauen. Diese Haltestelle steht im Eigentum und in Trägerschaft des Main-Taunus-Kreises. Die Herausforderung bei dieser Haltestelle ist die Topographie. An der aktuellen Örtlichkeit kann leider kein barrierefreier Ausbau gelingen. Im Ergebnis wird der Main-Taunus-Kreis den Standort der Bushaltestelle beibehalten und in Eigenregie ausbauen. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest.
Die Umbauten werden finanziell gefördert. Rechtsgrundlage hierzu sind das Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz - GVFG) und das Gesetz zur Regelung des Finanzausgleichs (Finanzausgleichsgesetz - FAG). Hierüber können bis zu 80 Prozent der anrechenbaren Kosten gefördert werden.