- Rathaus & Politik
- Verwaltung
- Aktuelles
- Politik
- Service
- Stadt Eppstein - Ihr Arbeitgeber
- Frauen und Gleichstellung
- Leben in Eppstein
- Kultur & Tourismus
- Wirtschaft
Die Stadt Eppstein ist die einzige Kommune im Main-Taunus-Kreis, die aktuell aktiv an der Entstehung eines Windparks mitwirkt. Die Nachbarkommunen Niedernhausen, Idstein und Eppstein hatten sich dazu entschlossen, auf dem Gebiet der Gemeinde Niedernhausen, die im Regionalplan Südhessen vorgesehenen und beschlossenen Windvorranggebiete gemeinschaftlich zu entwickeln. Alle drei Kommunen sind dort Grundstückseigentümer von Windvorrangflächen. Nach der knappen Entscheidung der Bevölkerung in Niedernhausen, ob diese Flächen entwickelt werden sollen, verständigten sich die drei Kommunen auf die Umsetzung und Entwicklung eines Windparks. Auf drei Teilflächen werden wahrscheinlich sieben Windkraftanlagen entstehen. Ziel ist es, dass der Windparkt bis zum Jahr 2030 in Betrieb genommen ist.
Es wurde zunächst ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Eine kommunen- und parteiübergreifende Arbeitsgruppe hatte sodann die Auswahlkriterien und deren Priorisierung (Bewertungsmatrix) für ein Interessenbekundungsverfahren erarbeitet. Die drei Kommunen haben dabei von Anfang an auf die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung gesetzt und dies als ein wichtiges Auswahlkriterium festgelegt. So soll es künftig sowohl der Bürgerschaft als auch Energiegenossenschaften möglich sein, sich finanziell einzubringen und auch zu partizipieren. Im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens und der sich anschließenden Ausschreibung konnte sich die Mainova AG als Projektentwickler durchsetzen. Die politischen Gremien der drei Kommunen fassten hierzu übereinstimmende Beschlussfassungen.
Nach Beendigung des Auswahlprozesses begannen die vertraglichen Verhandlungen mit dem Projektentwickler. Dabei begleitet eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei die Kommunen bei den Vertragsverhandlungen mit dem Energieversorger. Es wurden die weiteren Details zur Kooperation zwischen den Projektbeteiligten und dem Projektentwicklungsunternehmen erarbeitet und erste Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren getroffen. Der weitere Ablauf der Vertragsverhandlungen hat sich mittlerweile konkretisiert: Nach dem Erstgespräch mit der Mainova AG Ende November 2025 werden nun erste Entwürfe für Nutzungs- und Pachtverträge ausgearbeitet, die im Frühjahr 2026 finalisiert werden sollen.