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Das vielfältige und reiche Angebot kann in dieser Form nur aufgrund des anhaltenden und herausragenden ehrenamtlichen Engagements von Menschen gelingen, die altruistisch unterwegs sind. Das macht Mut, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Für ein besonders vielfältiges und langjähriges aktiv-sein wurden drei Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet. Gisela Rasper, Regina Martin und Martin Alberts erhielten eine Ehrenurkunde für ihr bürgerschaftliches Engagement.

Ehrung von Frau Gisela Rasper
Anderen Menschen offen und mit Toleranz begegnen, das ist unserer „Madame Jumelage“, wie Sie in Langeais liebevoll genannt wird, wichtig und dafür hat sie sich, seit sie Eppstein wohnt- und das ist seit 1967 - , eingesetzt. Schon als Au-pair in Frankreich entdeckte sie, weit vor den Verschwisterungen der Kommunen, die Liebe zum Nachbarland. Noch war die Zeit für eine Partnerschaft nicht reif, doch privat hatte sie längst Freundschaften geknüpft, und natürlich war sie mit ganzen Herzen dabei, als die Städtepartnerschaft mit Langeais zustande kam. Als „Zugezogene“ hat sich ihre Familie in Eppstein bald heimisch gefühlt, denn sowohl Gisela als auch ihr Mann waren vielseitig in Eppstein engagiert. Beeindruckt hat sie die Eppsteiner als Gräfin Loretta, entdeckt von Ludwig Löber, der ihr die Hauptrolle im Jubiläumsstück „Die Stadterhebung“, die 1968 zur 650-Jahr-Feier der Stadt Eppstein aufgeführt wurde, zusprach. Damals ritt sie als Burgherrin im Festzug an der Seite des Grafen Gottfried, hoch zu Ross durch die Altstadt und beeindruckte die Eppsteiner mit ihrer eleganten Haltung im Damensitz. Aber nicht nur als Loretta sollte sie in Eppstein bekannt werden. Sie wirkte als Organisatorin in vielen Vereinen mit, machte unter anderem als Vorsitzende des Hausfrauenverbands, als Stadträtin für die Freie Wählergemeinschaft, als Mitglied des Partnerschaftsvereins Europart oder als Kursleiterin beim Kulturkreis eine gute Figur. Viele Jahrzehnte beschäftigte sich der von Gisela Rasper gegründete Literaturkreis immer wieder intensiv mit fremden Ländern und ihren Autoren. Das lag auch daran, dass ihre Eltern aus Aserbaidschan stammten, wohin sie nach der Öffnung der Grenzen Kontakte knüpfte. Mittlerweile hat sie dem früheren Heimatort der Eltern, Helenendorf, und der Suche danach 2 Bücher gewidmet, natürlich selbst illustriert, denn Gisela malt auch und stellt ihre Bilder aus. Ihr langjähriges Engagement für die Helenendorfer Gruppe der Russlanddeutschen brachte Gisela Rasper 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande ein. Sie hat gezeigt, dass es auch als Flüchtlingskind aus dem Kaukasus möglich ist, neu anzufangen und als Zugezogene in der neuen Heimat Eppstein vieles zu bewegen. Und so war Madame Jumelage natürlich auch in der Flüchtlingshilfe aktiv, gab Kurse wie „Mama lernt Deutsch“ und stand jungen Frauen zur Seite, den Beruf der Hauswirtschafterin zu erlernen. Ganz nebenbei hat sie auch vier Kinder großgezogen. Durch ihren Mann, Dr. Rasper, den ersten Vorsitzenden des 1974 gegründeten Burgvereins, war sie auch von Anfang in der Bürgerinitiative zur Rettung der Burg aktiv. Man kann nur sagen: Einmal aktiv, immer aktiv und das auf allen Wellenlängen. Und das bald 60 Jahre nun in Eppstein - und natürlich setzt sich Madame Jumelage nicht in den Ruhestand, sondern wirkt bis heute aktiv weiter. Herzlichen Dank für knapp 60 Jahre Liebe zur Stadt Eppstein, der Treue zu den vielen Vereinen, das große Engagement auch für diejenigen, die hier ankommen. Herzlichen Dank, dass Sie uns ein großes Vorbild sind!
Ehrung von Frau Regina Martin
Guter Teamgeist ist wichtig und gemeinsam ist man bekanntlich am Stärksten. Um den Laden am Laufen zu halten, braucht man aber meist eine Person, die vorangeht. Einen Motor. Wir möchten heute Frau Regina Martin ehren und vor allem Danke sagen. Danke dafür, dass Sie sich so vielfältig um Belange in unserer Stadt kümmern und immer wieder neue Prozesse anstoßen, begleiten und in Perfektion organisieren. In Eppstein sind Sie nicht nur zu Hause, sondern Sie sind fast allgegenwärtig. Sie waren im Förderverein der Comeniusschule aktiv und haben Spuren hinterlassen. Sehr aktiv waren und sind Sie im Verein Industrie Handel Handwerk, dem IHH Eppstein. Ein guter Kontakt zu, umfassende Information an und ein Austausch auf Augenhöhe mit den Gewerbetreibenden ist Ihnen wichtig. Viele Informationen überbringen Sie, bereiten diese vorher auf und Werben auch für Verständnis. Als wir auf 1,7 Kilometern die Hauptstraße in Vockenhausen für das Land Hessen in 18 Bauabschnitten saniert haben, galt es vieles zu regeln. In der Herzschlagader des Stadtteils gibt es etliche Gewerbetreibende, eine langjährige Baustelle ist dabei Gift. Sie haben, um bei diesem Bild zu bleiben, aber die richtige Medizin verabreicht. In der Corona-Krise dann die nächste Mammutaufgabe: Alle waren betroffen, die Unternehmen aber im Speziellen. Danke, dass auch wir als Stadt Eppstein hier auf Ihre Unterstützung zählen konnten. Und dann sind da noch die zahlreichen Einzelfälle. Ja, Recht und Gesetz sind gelegentlich komplex und in Zeiten einer Unternehmensgründung oder Gaststätteneröffnung nicht die erste Wahl eines Geschäftsführers. Und da kommen Sie ins Spiel: sie helfen, vermitteln, organisieren, klären mit unseren zuständigen Fachbereichen vieles im Auftrag der Betroffenen und am Ende sind alle glücklich. Da steckt viel Arbeit dahinter. Vieles bleibt verborgen, aber liebe Frau Martin, wenn das alles nicht wäre, wäre es schlechter. Sie sind für unsere Gewerbetreibenden ein wahrer Gewinn, ein Goldschatz. Das Projekt „Heimat-Shoppen“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt begleiten Sie mit uns sehr aktiv und schaffen es immer wieder, eine große Delegation nach Eppstein zu holen und vor Ort alles zu organisieren. Und dann gibt es da noch den Weihnachtsmarkt im Herzen unserer Altstadt. Ein großartiges Team vom IHH und von der Stadt organisieren dies. Sie sind Chef-Organisatorin was das Konzept und die Umsetzung der Stände, Standorte, interne und externe Abläufe angeht. Das gibt unserem Weihnachtsmarkt ein Gesicht und macht ihn zu dem, was er ist: der gemütlichste und schönste, einfach der allerbeste Weihnachtsmarkt den es gibt. Ihr Engagement ist vielfältig und langjährig. Unzählige Ihrer Stunden haben Sie diesem Ehrenamt gewidmet. Das verdient Respekt und Anerkennung. Vielen Dank, liebe Frau Martin.
Ehrung von Herrn Martin Alberts
Ein Sammler soll er sein. Überliefert ist, dass er bereits als Kind eine Sammelleidenschaft entwickelte. Die Naturkunde stand ebenso hoch im Geschäft, durchaus kombinierbar, wie unser heutiger Jubilar als 13-jähriger erfuhr. Es gab eine große Entdeckung mit Folgen: ein versteinerter Seeigel wurde bei einem Ausflug in der Nähe von Solingen entdeckt und gesichert. Seine Leidenschaft für Geologie, Paläontologie und Vor- und Frühgeschichte war geboren. Im Jahr 1980 dann der Umzug nach Eppstein. Herr Alberts ist gerne in der Natur unterwegs, am Liebsten auch nicht alleine und so wurden unzähligen Führungen und Exkursionen angeboten: über den Kulturkreis und den Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Legendär sind die Kräuterwanderungen, natürlich mit Verkostung der zu einer grünen Soße verzauberten zuvor eigenständig gesammelten Wildkräuter. Ab dem Jahr 2008 war Martin Alberts verantwortlich für die Eppsteiner Weihnachtshilfe. Übernommen von Pit Gläser und mittlerweile übergeben an Eva Waitzendorfer-Braun, hat Herr Alberts über 15 Jahre lang sich um jene gekümmert, die sich selbst zu Weihnachten nicht wirklich einmal einen Wunsch erfüllen hätten können. Er ist auch politisch aktiv: seit April 2011 bis zum März 2021 und seit Juni 2024 bis heute ist er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Im Ortsbeirat arbeitet Herr Alberts seit April 2006 mit und war auch Ortsvorsteher im Stadtteil Eppstein und ist aktuell stellvertretender Ortsvorsteher. Im Jahr 2014 gab es einen besonderen ersten Spatenstich in Eppstein. Überraschend, denn es wurde in der Folge gar kein neues Gebäude errichtet. Es war eben kein symbolischer Akt: vielmehr war es im wahrsten Sinne ein tatkräftiger Akt und es sollte nicht nur bei einem Spatenstich bleiben. Der Schulgarten an der Burg- und Freiherr-vom-Stein-Schule entstand und die Erde musste erst einmal kräftig umgegraben werden. Natürlich durfte Martin Alberts dabei nicht fehlen. Die Kräuterspirale und die Gemüsebeete gehen auf das Fachwissen und die Inspiration von Herrn Alberts zurück. Lehrer und Kinder haben das Schulgartenprojekt sicherlich gut im Griff, aber eine helfende Hand von außerhalb, ein guter Geist mit Ideen und ein fachkundiger Ideengeber war Martin Alberts hier immer gerne. Da muss manchmal eben auch Geld eingetrieben werden zum Beispiel für ein neues Gartenhaus, ein Gewächshaus, einen Zaun oder für Bienenstöcke. Wandel gab es immer: auch eine Verlegung der Örtlichkeit war dabei, aktuell soll ein vorhandenes Gartenhaus durch einen Container ersetzt werden. Es gab und gibt also immer etwas zu tun. Seit über 20 Jahren mischt hier Herr Alberts gerne mit. Als Mitglied im Verschönerungsverein hat Herr Alberts langjährig im dortigen Vorstand mitgearbeitet. Heute bedanken wir uns für so viel Leidenschaft und Bürgersinn. Ihre Ehrenamtstätigkeit hat unsere Stadt bereichert.