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Das jetzt entworfene Klimaschutzkonzept für die Stadt Eppstein soll dabei eine strategische Grundlage sein, um den kommunalen Beitrag zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele sicherzustellen. Im Klimaschutzkonzept ist eine Bestandsaufnahme für die Burgstadt dargestellt, bei der die verschiedenen Verbräuche aufgeführt werden. Der Magistrat möchte das Konzept als lebendiges Dokument verstehen, das kontinuierlich weiterentwickelt werden soll.
Seit September 2024 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Eppstein erarbeitet. Das nun fertiggestellte über 200 Seiten zählende Werk wird im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt sowie aller Ortsbeiräte am Dienstag, 10. Februar 2026, um 19 Uhr im Blauen Saal im Rathaus in Vockenhausen politisch beraten. In der Stadtverordnetenversammlung, die am 19. Februar 2026, um 19:30 Uhr im Rathaus Vockenhausen tagt, soll die endgültige Beschlussfassung getroffen werden. Bis Ende Februar 2026 muss das Konzept beim Fördermittelgeber eingereicht sein. Die Stadt Eppstein hatte sich zuvor erfolgreich um eine Förderung aus Bundesmitteln beworben. Die Sach- und die Personalkosten wurden hierfür übernommen. Die Finanzierung erfolgte durch die Nationale Klimaschutzinitiative im Förderschwerpunkt der Kommunalrichtlinie „Erstvorhaben Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement“.
Bürgermeister Alexander Simon und Klimaschutzmanagern Julia Schomburg sind zufrieden mit dem Entwurf des Konzeptes. „Das Klimaschutzkonzept ist der Fahrplan für Eppstein hin zur Klimaneutralität,“ so Schomburg. Dabei werden Maßnahmen und Möglichkeiten zur langfristigen Reduzierung von Treibhausgasen aufgezeigt. Das Konzept soll aber auch ein Werkzeug sein, um strategisch Klimaziele zu erreichen. Für Bürgermeister Alexander Simon ist klar, dass Klimaschutz, Energieeinsparung, umweltverträgliche Energieerzeugung sowie die Reduktion von Treibhausgasen wichtige Themen sind, die in der gesamten Gesellschaft vorrangig gelöst werden müssen. Dabei kommt den Kommunen und weiteren staatlichen Institutionen eine hohe Bedeutung zu. Gesamtheitliches Ziel ist es, die Möglichkeiten der Energieeinsparung und Energieeffizienz zu nutzen, dadurch einen erheblichen Teil des fossilen Energieeinsatzes zu vermeiden und vorrangig auf regenerative Energiequellen zu setzen. „Allen, die an der Erstellung mitgewirkt haben, bin ich sehr dankbar,“ so der Bürgermeister. Während der Erstellung wurden die politischen Gremien und die Öffentlichkeit regelmäßig über die jeweiligen Sachstände informiert. Das Konzept wurde mit der Öffentlichkeit gemeinsam erstellt. In der Auftaktveranstaltung und den weiteren öffentlichen Veranstaltungen wurden die Interessen, Ideen und Schwerpunkte der Bürgerinnen und Bürger abgefragt. Zudem wurden mehrere Umfragen ermöglicht.
Fünf Handlungsfelder mit 28 Maßnahmen
Die im Konzept definierten Handlungsfelder und Maßnahmen sollen einen realistischen und fachlich fundierten Weg aufzeigen, die Treibhausgasemissionen systematisch und schrittweise zu reduzieren.
Als Handlungsfelder werden aufgeführt: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, klimagerechte Stadtentwicklung und Infrastruktur, Kommune als Vorbild und Beteiligungen und informieren.
Informationen zum bisherigen Engagement zum Klimaschutz in Eppstein
Das jetzt vorliegende integrierte Klimaschutzkonzept stellt dabei nicht den Beginn der Klimaschutzaktivitäten in Eppstein dar. Die Stadt Eppstein ist bereits durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 20.04.2010 dem Projekt der Hessischen Landesregierung „100 Kommunen für den Klimaschutz“ beigetreten. Als Klima-Kommune werden die Klimaziele des Landes Hessen unterstützt, welches bis 2045 Klimaneutralität anstrebt. Seit dem Jahr 2011 existiert zudem ein kommunales Klimaschutzkonzept. Die dort aufgeführten Maßnahmen und Ideen wurden in der Folgezeit geprüft und größtenteils umgesetzt. Es ist seitdem ein wichtiges Instrument und Leitfaden für Maßnahmen in Eppstein. Die Stadt Eppstein hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und konnte dabei auf eine politische Einigkeit der Gremien setzen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich im Jahr 2022 für eine weitere Förderung des Klimaschutzes ausgesprochen. Um diesem Ziel gerecht zu werden, konnte aufgrund der Zustimmung zum Haushaltsplan 2024 eine Stelle im Klimaschutzmanagement geschaffen werden. Nach der Genehmigung des Haushaltsplans, einer erfolgten Ausschreibung der Stelle und der Durchführung des entsprechenden Auswahlprozesses, konnte zum 01.09.2024 eine Klimaschutzmanagerin eingestellt werden. Die Stelle der Klimaschutzmanagerin wird finanziert durch die Nationale Klimaschutzinitiative im Förderschwerpunkt der Kommunalrichtlinie „Erstvorhaben Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement“. Ebenso wurde und wird die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes gefördert.
Nachfolgend wird eine Auswahl verschiedentlicher kommunaler Maßnahmen des Klimaschutzes aufgeführt: