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Diese Option hat der Eigentümer des Grünen Punktes, das "Duale System Deutschland" (DSD) ab dem 1. Mai 2026 untersagt.
Ab diesem Zeitpunkt darf der Entsorger keine 120/240 Liter gelbe Tonnen mehr leeren. Davon nicht betroffen sind die gelben 1.100 Liter Container, diese werden weiterhin geleert.
Den vom Dualen System Deutschland mit der Entsorgung beauftragten Unternehmen (Firma Meinhardt und Firma Kilb als Subunternehmer) seien aus vertraglichen Gründen die Hände gebunden, erfuhr Frau Erste Stadträtin Andrea Sehr in einem persönlichen Termin bei der Firma Kilb. Eine Zusatzvereinbarung sei daher nicht möglich.
Seit 2022 habe die Firma Kilb deshalb auch keine gelben 120/240 Liter Tonnen mehr an Private verkauft. Auch von Seiten der Verwaltung wurden Bürgerinnen und Bürger bereits seit 2018 darauf hingewiesen, dass die Leerung nicht gewährleistet sei.
„Das tröstet nicht wirklich“, kann Andrea Sehr den Unmut der Bürgerinnen und Bürger verstehen, die von der bisherigen Kulanzlösung profitierten. „Uns sind allerdings die Hände gebunden, selbst die anwaltliche Vertretung hat kein Einlenken gebracht.“
Die Dualen Systeme Deutschland (DSD) sind auf die Forderungen der Kommunen Bad Soden, Eppstein, Flörsheim, Hofheim, Kriftel, Liederbach und Schwalbach nicht eingegangen, die aktuelle Vorgehensweise bei der Leerung der Tonnen beizubehalten.
In der Antwort hat DSD lediglich das Verfahren ab 01.05.2026 bestätigt und auf die Möglichkeit des Erlasses einer Rahmenvorgabe gemäß Verpackungsgesetz verwiesen.
Diese Rahmenvorgabe würde die Festlegung auf entweder nur Sacksystem oder nur Tonnensystem bzw. die gebietsscharfe Ausweisung von Zonen mit Leerung nur von gelben Tonnen und solchen nur mit gelben Säcken bedeuten. Das bisherige, bekannte System ist darüber nicht abbildbar.
Auswirkung hätte eine solche Rahmenvorgabe erst ab 1.1.2027. Ob dies eine Möglichkeit für Eppstein sein kann, muss in den Gremien in Abwägung aller Auswirkungen, insbesondere des Risikos eines kostenintensiven Rechtsstreits auf Grund einer Rahmenvorgabe, diskutiert werden.
„Wir müssen uns also mit dem neuen Verfahren ab 1. Mai arrangieren. Nach einer gewissen Anlaufzeit wird die Verwaltung erneut Resümee ziehen und der Stadtverordnetenversammlung einen erneuten Beschlussvorschlag bezüglich einer Rahmenvorgabe vorlegen", erläutert Sehr.
Das bedeutet ab 01.05.2026: In Eppstein kommt allein das Sacksystem zum Tragen, die gängige Praxis aus Kulanz entfällt. Somit können gelbe Tonnen nur noch zum Sammeln der Säcke verwendet werden, dürfen aber nicht mehr für die Leerung an die Straße gestellt werden, sondern nur noch die Säcke.
Bei der Entsorgung ist Folgendes zu beachten:
Die Säcke werden ab 7 Uhr am Abfuhrtag abgeholt und sind am besten am frühen Morgen bereitzustellen. Größere Säcke mit 240 Litern Fassungsvermögen können verwendet werden, müssen aber privat angeschafft werden. Die verwendeten Säcke müssen durchsichtig sein, ansonsten werden sie nicht mitgenommen. In den Sack dürfen nur sog. Leichtverpackungen.
Gelbe Säcke (kostenfrei bereitgestellt vom DSD) stehen im Rathaus 1, Hauptstraße 99 und im BürgerBüro am Stadtbahnhof ausreichend zur Verfügung und können dort zu den Öffnungszeiten abgeholt werden.