Das Eppsteiner Stadtwappen
Nachbildung des Stadtsiegels

Das Stadtwappen geht auf ein altes Stadtsiegel zurück, das sich auf einem Schriftstück von 1562 erhalten hat. Es zeigt die drei roten Sparren in Silber, das Wappen der Herren von Eppstein, und den rot-weiß-gestreiften hessischen Löwen nach links stehend.

Das Eppsteiner Stadtwappen an der Kanzel der Talkirche von 1716

Warum diese Teilung? 1492 mussten die Herren von Eppstein aus finanziellen Gründen die Hälfte der Herrschaft, also auch der Burg und der Stadt, an die Landgrafen von Hessen verkaufen. Bald danach wird auch das geteilte Siegel entstanden sein. Bis 1803 dauerte die gemeinsame Herrschaft zweier Staaten über Eppstein. Nach dem Aussterben der Herren von Eppstein 1535 gelangte 1581 Kurmainz in den Besitz der anderen Hälfte.

Stadtwappen von heute

Anfang des 19. Jahrhunderts gingen die 1318 verliehenen Stadtrechte verloren. 1950 wurde Alt-Eppstein die Stadtrechte wieder zuerkannt, seit 1953 führt Eppstein sein altes Wappen wieder.

1977, bei Bildung der Stadt Eppstein, gingen die Stadtrechte auf alle 5 Stadtteile über.

Das Sparrenwappen der Eppsteiner hat sich im einstigen Herrschaftsgebiet erhalten, zum Beispiel im Wappen des Main-Taunus-Kreises, im Wappen von Eppstein-Bremthal, Hofheim-Langenhain, Kelkheim-Fischbach, Glashütten-Schloßborn, Oberursel, Butzbach oder im Rodgauer Stadtteil Hainhausen.


Rechtlicher Hinweis:
Das Stadtwappen der Stadt Eppstein ist durch die Satzung zum Schutz des Stadtwappens geschützt. Die Verwendung ist daher nur mit vorheriger Zustimmung des Magistrates möglich!

Stadtteile

Bremthal

Das Wappen, zurückgehend auf ein Siegel des Jahres 1592, zeigt unten zwei silberne Lindenzweige in Blau als Hinweis auf das Gebück aus Hecken und Bäumen. Das silberne Mainzer Rad mit vier Speichen in Rot und die roten Eppsteiner Sparren auf Silber weisen auf die Herrschaft der Herren von Eppstein bis 1535 und die spätere kurmainzische Herrschaft bis 1803 hin.

Ehlhalten

Das Wappen zeigt in einem geteilten Schild oben in Silber eine rote Waage, das Symbol des Kirchenpatrons St. Michael, unten in Grün zwei schmale silberne Wellenbalken als Hinweis aus den durch den Ort fließenden Dattenbach.

Niederjosbach

Im Wappen finden sich die weiß-rot hessischen, kurmainzischen und eppsteinischen Farben. Es zeigt in Rot eine silberne Tanne auf silbernem Boden und geht zurück auf das Gemeindesiegel um 1816.

Vockenhausen

Das Wappen geht auf ein Siegel des frühen 19. Jahrhunderts zurück. Das silberne Haus in Rot mit schwarzen Tür- und Fensteröffnungen dürfte eine Anspielung auf das  -hausen im Ortsnamen sein.