Sehenswürdigkeiten

Die Eppsteiner Altstadt

Die romantische Altstadt unter der Burgruine versetzt in längst vergangene Zeiten. Fachwerkhäuschen drängen sich in den Gassen. Imposant ist das einstige evangelische Pfarrhaus (Untergasse 25). Hier wurde 1800 Theodor Fliedner geboren, der Begründer der weiblichen Diakonie. Im ältesten Fachwerkhaus des Main-Taunus-Kreises von 1459 können Sie heute speisen (Burgstraße 32). Das alte Rat- und Spritzenhaus stammt aus dem Jahr 1902. Der dem Bergfried der Burg nachempfundene Turm diente der Feuerwehr als Schlauchturm. In der spätgotischen Talkirche finden Sie noch Grabmale der Herren von Eppstein. Sie wurde mit der Reformation evangelisch. Eppsteins Katholiken erbauten 1903 die neugotische Laurentiuskirche.


Kaisertempel

Der weithin sichtbare Kaisertempel am Hang des 451 Meter hohen Staufens gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Eppsteins. Er wurde durch den 1878 gegründeten Verschönerungsverein zur Förderung des Fremdenverkehrs errichtet und 1894 eingeweiht. Neben seiner patriotischen Bestimmung hatte er eine wichtige Funktion im aufblühenden Eppsteiner Fremdenverkehr. Ihm diente er als markante Station im Netz der Wanderwege, Aussichtspunkte und Gasthäuser. Heute ist er beliebtes Ausflugsziel mit Restaurant und Ort des alljährlich am ersten Sonntag des Septembers stattfindenden Kaisertempelfestes.


Talkirche

Die spätgotische Talkirche wurde um 1430 als Residenzkirche und Grablege der Herren von Eppstein geschaffen. Sie ersetzte eine romanische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Die bis zur Reformation dem Heiligen Laurentius geweihte Kirche besteht aus einem einzigen Schiff. Ursprünglich gab es vier Altäre. Ein Lettner trennte den Chor vom Langhaus ab. Vier Bildnisgrabsteine erinnern an die einst so mächtige Adelsfamilie Eppstein-Münzenberg, dessen letzter männlicher Erbe 1494 verstarb.


Bergpark Villa Anna

Villa Anna im Bergpark

Nur zwei Parks in Hessen bezeichnen sich als Bergpark: der Bergpark Villa Anna in Eppstein und der Bergpark Kassel Wilhelmshöhe, der Größte seiner Art in Europa. Ein Park wie ein Gemälde, ein begehbares Landschaftsgemälde - das war der Bergpark Villa Anna vor einhundert Jahren. Je nachdem wo man stand, taten sich andere Blickachsen auf: innerhalb des Parks zu einer Sehenswürdigkeit oder auch hinüber zur Burg Eppstein oder hinunter zum villenartigen Stadtbahnhof. Großartig bis heute sind die exotischen Bäume: Douglasien, Mammutbäume, Weymouthskiefern, griechische Tannen und orientalische Fichten. Heute ist der Bergpark zugewachsen. Doch die alten Bäume und Sträucher sind noch vorhanden.

Der Park heißt nach Anna geb. Mumm von Schwarzenstein, die mit ihrem Ehemann, Alfred von Neufville aus der hugenottischen Frankfurter Kaufmann- und Bankiersfamilie, ab 1885/90 die Anlage als Landschaftspark schuf. Hier – am Osthang des Kleinen- und Jähenbergs – wollte das Paar die reine Bergluft des Taunus genießen. Lange war ihnen dies nicht vergönnt, denn Anna starb bereits 1896 mit 36, Alfred 1900 mit 44 Jahren. Ihr Park jedoch bezaubert bis heute. Seine Fläche von 6,5 Hektar hat der Frankfurter städtische Gartendirektor Andreas Weber (1832-1901) gestaltet, der Überlieferung nach unter Mitwirkung des Gartenarchitekten Heinrich Siesmayer (1817-1900). Immer neue Bilder nimmt der Besucher wahr, bizarre Felsformationen und idyllische Wiesenmulden, heimische und exotische Bäume in Gruppen und als Solitäre. Sichtachsen lenken den Blick im Parkinnern auf pittoreske Bauten und nach außen über das tief unten liegende Alt-Eppstein mit seiner Burgruine hinweg zu den Berghäuptern und Taleinschnitten des Vorder- und Hochtaunus.

Über den Erlebnis- und Erholungswert hinaus gibt der Park einen Eindruck vom großbürgerlichen Landleben im Taunus vor dem Ersten Weltkrieg. Davon zeugen Wohn-, Repräsentations-, Wirtschafts- und Fantasiebauten wie die Villa Anna selbst und der mit ihr durch einen Brückengang verbundene Kavaliersbau, Nachbauten eines Schweizer Hauses und einer Burg (heute Neufvilleturm genannt), ein Gartenblockhaus, ein großes Taubenhaus und eine künstliche Ruine.

1933 wurde ein Großteil des Anwesens zum Müttererholungsheim der Evangelischen Frauenhilfe in Hessen und Nassau. 1981 folgte die Therapeutische Einrichtung Eppstein der Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. Frankfurt am Main.



Neufville-Turm

Der 1894 fertig gestellte Neufville-Turm gehört zur architektonischen Ausstattung der Gesamtanlage Bergpark Villa Anna in Eppstein.

Er stellt eine verkleinerte Kopie der Burg Eppstein dar. Bergfried, Zinnen, Palas und Zugbrücke, einst Hoheitszeichen des alten Adels, vermitteln den Stolz des Großbürgertums, das diese Privilegien mit in ihre Neubauten aufnahm. Hier war die Jagd- und Kunstsammlung des Hausherren Alfred von Neufville untergebracht.

Neufville-Turm

Die Sichtachse zur altehrwürdigen Burg der adeligen Herren von Eppstein und die Romantik des Vergänglichen sind in die Architektur berücksichtigt. 

Den Neufvilleturm erwarb 1933 die Stadt Eppstein als Aussichtsturm. Für seine Sanierung gründeten Stadt und Verschönerungsverein Eppstein 2018 die Neufvilleturm-Stiftung.

Die Pflege des Parks und die Renovierung seiner Bauten unterstützt der Verschönerungsverein Eppstein.


St. Laurentius

Mit der Weihe der neugotischen Pfarrkirche im Jahre 1903 erhielt die katholische Einwohnerschaft Alt-Eppsteins nach über 350 Jahren wieder ein eigenes repräsentatives Gotteshaus, denn die spätgotische Talkirche war nach der Reformation an die evangelische Pfarrei übergegangen. Der repräsentative Neubau von 1903 ist eine elegante dreischiffige Basilika mit Querhaus und entstand nach Plänen des Wiesbadener Architekten Joseph Dormann.


St. Margareta und Backhaus Bremthal

Die Geschichte Bremthals ist eng verknüpft mit den Herren von Eppstein. Auch Bremthal war vom 12. Jahrhundert bis 1535 im Besitz der mächtigen Burgherren. Der heutige neugotische Kirchenbau St. Margareta entstand 1888 und steht in der Tradition der um 1200 auf dem befestigten Kirchhügel errichteten Pfarrkirche und einer Kirche aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Das Gemeindebackhaus in der Bornstraße 14 wurde um 1900 errichtet und war bis etwa 1950 in Betrieb. Viele schöne alte Dinge von Bremthal kann man im Heimatmuseum bestaunen. Oder unter www.bremthaler-heimat.de


Katholische Kirche St. Michael Ehlhalten

1928 erhielt Niederjosbach einen markanten modernen Kirchenneubau. Er ersetzte die 1813 errichtete Michaelskapelle, einen kleinen, verputzten Fachwerkbau. Vor 1813 hatte Niederjosbach kein eigenes Gotteshaus.


St. Jakobus Vockenhausen

Die alte Kirche von 1785 zeigt einen schlichten rechteckigen Baukörper in verputztem Mauerwerk mit dreiseitig geschlossenem Chor. Über dem Eingang im Westen befinden sich zwei ovale Okuli, das Dach krönt ein Reiter mit zierlich gegliederter Haube, Kreuz und Hahn. 

1930 erfolgte eine beträchtliche Vergrößerung nach Norden durch einen Anbau im Stil der klassischen Moderne. Architekt war der Kreisbaumeister Georg Astheimer. Die gelungene Verbindung beider Baukörper lässt die alte Kapelle als Teil des geradlinigen und sachlichen Saalbaus mit seinem kleinen rechteckigen Chor weiterbestehen. Durch den Einbau einer Empore ist der Charakter der alten Kirche jedoch stark verändert.

 

Skulpturenweg

In Bremthal befindet sich die Heinrich-Anton-Ickstadt-Anlage. Diese Grünanlage zwischen Wiesbadener Str. und Hessenring zeigt Skulpturen, die jeweils zum Ende des jährlich stattfindenden Holzbildhauer-Symposiums erworben wurden.


Katholische Kirche St. Michael Niederjosbach

1928 erhielt Niederjosbach einen markanten modernen Kirchenneubau. Er ersetzte die 1813 errichtete Michaelskapelle, einen kleinen, verputzten Fachwerkbau. Vor 1813 hatte Niederjosbach kein eigenes Gotteshaus.

Aus der Dorfbebauung hebt sich das ausdrucksstarke Kirchengebäude in Proportionen und Materialien ab. Es entstand 1928 nach Plänen der Frankfurter Architekten Hans und Christoph Rummel. Dem monumentalen einschiffigen Baukörper ist eine großflächige Fassade mit Hauptportal, dreifachem Lanzettfenster und Treppengiebel vorgeblendet. Bekrönt wird die Westfront von einem turmartigen Dachreiter mit spitzem Helm. Umlaufende breite Ziegelbänder und schmale, hohe Fenster gliedern die Bruchsteinwände aus Taunusschiefer.

Der Innenraum ist von einer spitzbogigen Wölbung mit erhöht einsetzenden Gurtstützen überspannt, die zusammen mit der auffallenden Helligkeit einen mitreißenden Raumeindruck ergeben.  
Die honiggelbe Verglasung im Chor stammt noch aus der Erbauungszeit. Die eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe im Chor gehörte zum ursprünglichen Hochaltar der Kirche.

St. Michael ist vor der bauhausgeprägten Erweiterung von St. Jakobus in Vockenhausen und dem Evangelischen Gemeindehaus in Bremthal  der früheste moderne Sakralbau im Stadtgebiet.


Evangelisches Gemeindezentrum Emmaus
Eppstein-Bremthal

Das Gemeindezentrum Emmaus wurde 1997 eingeweiht. Der moderne, lichtdurchflutete  Kirchenbau mit großen Fenstern und Glaswänden entstand nach den Plänen der Darmstädter Architektin Professor Jutta Bechthold. Beachtenswert sind im Gottesdienstraum die Schiebewand und das Glasfenster von Johannes Schreiter aus Langen. 2010 erhielt das Gotteshaus einen 7,50 Meter hohen, u-förmigen Glockenträger. Die filigrane Konstruktion hat der Bremthaler  Kunstschmied Rolf Wohlfahrth errichtet. Sie besteht aus  Cortenstahl, der dem Glockenturm eine Patina mit einer sich nach Lichteinfall verändernden Farbe schenkt.