Erste Sitzung des Kriminalpräventionsrats geplant

Auf Beschluss des Magistrats wird gegenwärtig die erste Sitzung des Eppsteiner Kriminalpräventionsrates vorbereitet.

Die Bildung kommunaler Präventionsräte beruht auf der Erkenntnis, dass Polizei, kommunale Ordnungsbehörden und Justiz zwar bei der Bekämpfung konkreter Straftaten die alleinige Zuständigkeit haben, dass sie aber nicht alle Probleme im Bereich der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit ohne Hilfe lösen können. Dies gilt insbesondere im Bereich der Kriminalitätsprävention. „Hier ist eine dauerhafte Kooperation mit den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen notwendig, um Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verhindern und vorzubeugen,“ so Eppsteins Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Alexander Simon. In dieser Hinsicht ist ein Kriminalpräventionsrat ein Teil aktiver sozialer Arbeit. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, der Empfehlung des Gesetzgebers zu folgen und einen Kriminalpräventionsrat zu bilden. Geplant ist, dass an dem Eppsteiner Kriminalpräventionsrat neben Vertretern der Polizei und der Stadt Eppstein die Ortsvorsteher, Vertreter der Kirchengemeinden, die Schulleiter der drei Eppsteiner Schulen und die Vereinsringvorsitzenden teilnehmen. Weitere Teilnehmer können jederzeit eingeladen werden.
Dabei ist anzuerkennen, dass der Eppsteiner Kriminalpräventionsrat auf einer sehr guten Basis ansetzen kann: In der Kriminalstatistik bildet Eppstein das Schlusslicht aller Kommunen des Main-Taunus-Kreises und die Stadt mit der geringsten Kriminalität. Obwohl 6 Prozent der Bevölkerung des Main-Taunus-Kreises in Eppstein wohnen, sind hier 2008 nur 3 Prozent der Straftaten verübt worden.
Die erste Sitzung des Eppsteiner Kriminalpräventionsrats ist für den 27. April vorgesehen. Auch in anderen Städten des Main-Taunus-Kreises werden oder wurden bereits derartige Gremien eingerichtet.